



Von Anfang an
Mit der Schaffung des weltweit ersten Instrumentenmuseums brachte der Dirigent Gerd Albrecht 1989 in Hamburg sein ganz persönliches Wunschkind auf den Weg. Wo hatte es das jemals gegeben: Ein Museum, in dem es »Berühren verboten«-Schilder nicht geben sollte.
Beginn
Die Idee eines lebendigen Museums fand bei den Hamburgern sofort Anklang. Dank der großzügigen Unterstützung von Musikern, Privatleuten und Firmen, die bereit waren, ihr »bestes« Stück zu spenden, gelang es innerhalb kürzester Zeit, eine Sammlung ins Leben zu rufen, die im Museum für Kunst und Gewerbe ihre erste vorläufige Heimstatt fand. Nach der Eröffnung am 11. Januar 1989 mit zunächst 40 Instrumenten war dort fortan Krachmachen erlaubt. Schulkinder konnten nach Lust und Laune unterschiedlichste Instrumente ausprobieren, allerdings immer nur montags, um den »beschaulichen« Museumsalltag nicht zu sehr zu stören. Bis zum Ausscheiden Gerd Albrechts als Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper im Jahre 1997 waren die Museumsveranstaltungen Teil der Jugendarbeit der Oper. Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters waren gerne bereit, einmal in die Rolle des »Museumsführers« zu schlüpfen und den Kindern etwas über das eigene Instrument zu erzählen.
Inzwischen war die Sammlung auf nahezu 100 Instrumente angewachsen, und die Nachfrage aus den Schulen wuchs stetig, so dass sich die Frage der Unterkunft als immer drängenderes Problem erwies.
Umzug und neue Programme
Am 10. April 1997 öffnete das Klingende Museum Hamburg als eigenständige Institution in der Hamburger Musikhalle, der heutigen Laeiszhalle, seine neuen Pforten und verzeichnete fortan ständig steigende Besucherzahlen. Reisen nach Wien, Prag, Berlin, München und Köln trugen die Idee über Hamburgs Grenzen hinaus und begeisterten Tausende von Kindern für Musikinstrumente. Kooperationen, u.a. mit dem NDR-Sinfonieorchester und Angebote zum Thema Orgel bereichern heute das Programm.
Und nicht nur Schüler, sondern auch Familien mit größeren und kleineren Kinder können heute im Klingenden Museum Hamburg erste Versuche auf den Instrumenten machen.
Preise und Auszeichnungen
Gleich zweimal – 2004 und 2006 – wurde das Museum durch Eberhard und Christa Möbius mit dem »Schiffs-Preis« für sein besonderes Engagement für Kinder ausgezeichnet. 2005 erhielt das Klingende Museum Hamburg den ersten Hamburger Kinder- und Jugendkulturpreis der Dr. E.A. Langner-Stiftung aus den Händen von Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck.
2009 würdigte die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. mit dem renommierten Max Brauer-Preis die kulturpädagogische Arbeit des Klingenden Museums Hamburg.
Die Schauspielerin Nina Petri hatte bereits 2007 die Schirmherrschaft für das Museum übernommen und im gleichen Jahr gründete sich unter dem Vorsitz von Renate Schneider der Museumsbeirat.
Noch mehr Angebote
2009 wurde das zwanzigjährige Bestehen des Klingenden Museums Hamburg in Anwesenheit der damaligen Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck und zahlreicher Ehrengäste gefeiert. Während des Festes wurde das Klingende Mobil Hamburg auf die Reise geschickt, das seither Kindergärten und Vorschulen in und um Hamburg anfährt.